Für 2 als Hauptgericht oder für 4–6 als Vorspeise: 1 Aubergine in (ca. 1 cm breite) runde Scheiben schneiden und von beiden Seiten gründlich mit Salz einreiben. 2 fleischige Tomaten häuten, vierteln und die Kerne und das flüssige herauslösen (aufheben für eine Soße). Dann bleiben die „Filets übrig“. Diese mit geräuchertem Meersalz bestreuen und bei 100° im Backofen aromatisieren. So viele große Salbeiblätter bereit legen, wie Auberginenscheiben entstanden sind. Das Salz nun von den Auberginen mit einem Küchenkrepp abtupfen und mit etwas Cayenne-Pfeffer und Paprikapulver einreiben. Jeweils ein Tomatenfilet auf eine Auberginenscheibe legen, ein Salbeiblatt darauf und mit einem Zahnstocher fixieren. In einer Pfanne in reichlich Öl ausbacken oder auf dem Grill zubereiten. 100g Oliven mit etwas Öl und 2 EL Pinienkernen und dem Inneren der Tomaten (ohne die Kerne) pürieren und als Soßen-Spiegel unter den Auberginen anrichten. Mit Rucola servieren.
BETE-SALAT „Kronberg“
Für 2 Bete-Fans: 1 große Bete fein in Streifen hobeln (Julienne). 1 EL Sushi-Ingwer in feine Streifen schneiden und mit der Bete mischen. 50ml Sahne mit 1 TL Wasabipaste steif schlagen. 50g Walnüsse hacken und 1/2 Granatapfel entkernen. Alles mischen und mit Salz und Wasabi (je nach gewünschter Schärfe) abschmecken.
Dazu passen zum Beispiel gedämpfte Reis-Erbsen-Taler: 1 Tasse weißen Basmati-Reis und 1/4 Tasse halbierte grüne Erbsen (getrocknet) 12 Std. (getrennt) in reichlich Wasser einweichen. Dann das Wasser weg schütten; Reis und Erbsen mischen; 1 Tasse Wasser und 1/2 TL Salz dazugeben und in der Küchenmaschine zu einer Paste mixen. 1/8 Tasse Tapiokaperlen nun ebenfalls einweichen (gerade so mit Wasser bedecken). Den Teig 12 Std. zugedeckt an einem warmen Ort stehen lassen. Jetzt mit dem Tapioka und 1/2 Jalapeno (ohne Kerne) pürieren. In eine gefettete (z.B. Sesamöl) Pastentenform geben; die Form in kochendes Wasser stellen (so dass die Form nur ganz leicht berührt wird) und im Backofen bei 200° für 15–20 Minuten dämpfen. In dicke Scheiben schneiden und diese nach Belieben noch in etwas Kokosöl ausbacken.
OLIVENKNÖDEL „CAPPERI“
Für 2: für die Knödel ca. 150g altbackenes Focacchia würfeln. 1 Zwiebel fein würfeln und in 1 EL Olivenöl glasig braten. 75 ml Milch erwärmen und zu den Zwiebeln schütten wenn diese vom Herd sind. Dann diese Mischung auf die Brotwürfel schütten. 1 Ei, 1 TL Salz sowie 50g gehackte Oliven und 2 EL gehackte Knoblauch- und Spinat-Microgreens untermischen und die Masse ca. 60 Minuten durchziehen lassen. Dann in einem Knödeltuch (oder in Frischhalte- und Alufolie) fest zu einer kleinen Wurst aufrollen (dem Topf anpassen). Und in einem breiten Topf in siedendem Wasser ca. 25 Minuten garen. Für die Paprika-Kapern-Soße. 3 kleine bunte Paprika klein würfeln in etwas Öl anbraten und mit 150ml Tomatenpüree ablöschen, dann 4 EL Ziegenfrischkäse untermischen. Zum Schluss 2 EL kleine Kapern in die Soße geben.
MARONENKUCHEN
Backofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine längliche Kastenform ca. 24 cm mit Backpapier auslegen. 4 Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. 150g weiche Butter mit 90g Zucker und 50g Kokosblütenzucker cremig rühren. Eigelb dazugeben und gut unterrühren. 250g Maronenpüree (aus vorgegarten Maronen) dazugeben und unterrühren. 80g gemahlene Mandeln, 2 EL Kakao und 2 TL Backpulver mischen und im Wechsel mit dem Eischnee unterheben. In die Form geben und im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene ca. 50 – 60 Minuten backen. Kuchen ca. 20 Minuten in der Form abkühlen lassen. Herausnehmen und auskühlen lassen.
7-KRÄUTER-SUPPE
Für 2 Kräuterfans: 200g gemischte Kräuter – Dill, Schnittlauch, Basilikum, Koriander, Kerbel, Sauerampfer und Spitzwegerich (oder z. B. aus einem Paket „Grüner Soße“) – nicht zu klein hacken. 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen fein würfeln und in einem Topf in etwas Olivenöl bräunen, 2/3 der Kräuter und nach evtl. eine kleine gehackte Chili (ohne Kerne) darauf geben und mit 400 ml kochendem Wasser aufgießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Topf vom Herd nehmen. 2 Eier in siedendem Essigwasser pochieren. Die Suppe in 2 Teller geben die restlichen frischen Kräuter darauf verteilen und jeweils ein pochiertes Ei hineinlegen.
„Spitzbeeren“
Für 2 als Hauptgericht oder für 4 als Beilage: 1 rote Zwiebel in sehr feine halbe Ringe schneiden oder hobeln und mit 1/2 TL Salz, 1 EL Honig und 2 EL Beeren-Essig in eine Schüssel geben. 1 kleinen Spitzkohl vierteln und auf dem heissen Grill oder im Backofen mit Grillfunktion ca. 10 Minuten bräunen. 50g Johannisbeeren und 1 EL Schwarzkümmelöl zu den Zwiebeln geben, die Beeren teilweise leicht zerdrücken. Je 2 EL Korianderblättchen und Basilikum (noch besser rote Basilikum-Microgreens) vorbereiten. Den Kohl auf Tellern verteilen und mit dem Zwiebel-Beeren-Dressing bedecken. Dann die frischen Kräuter darüber streuen. Schmeckt pur mit Roggenbrot oder als Beilage z. B. zu gegrilltem Fisch.
Left(l)overs Tip:Und wenn ihr davon gleich die doppelte Menge macht kann aus der zweiten Hälfte eine wunderbare Quiche werden – dazu die Kohlspalten fein schneiden und mit 3 Eiern und 50g geriebenem Ziegenkäse mischen. Auf einen Mürbeteigboden verteilen und bei 170° ca 40 Minuten backen.
Fruchtig-Herber KARFIOLSALAT
Für 2 die Rohkost lieben: 1 gelbe Bete nach dem Schälen sehr fein hobeln und in kaltes Wasser legen. 4 dicke Blumenkohl-Röschen (ca. 1/4 eines normalgroßen Kohls) in feine Scheiben schneiden. 1 Weinbergpfirsich (noch fest) ebenfalls in Scheiben schneiden und mit dem Blumenkohl in einer Schüssel mischen. 2 EL kleine Kapern dazugeben. In einem Schraubglas 1 EL Honig, 1/2 TL Salz, 1 EL Leinöl mit Sanddorn, 2 EL Orangen Balsam-Essig (beides z. B. Ölmühle Solling) gut mischen. 4 EL Hanfsprossen ernten (alternativ Kerbel oder Kresse nehmen). Die Bete abtropfen und zum Blumenkohl geben. Alles vorsichtig mit dem Dressing mischen und mit den frischen Sprossen anrichten.
“WINGERT”-SCHMARREN
für 2 Naschkatzen: Für das Traubenkompott 250g blaube Trauben halbieren und die Kerne, soweit möglich, entfernen. In einen Topf geben und mit 100 ml Traubensaft (oder Wein) und 2 EL Tresterbrand aufkochen und mit geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten sanft köcheln. 1 TL Agartine untermischen nochmals ca. 2 Minuten köcheln – diesmal ohne Deckel. Das Kompott etwas abkühlen lassen. Für den Schmarren: 3 Eigelb, 50g Butter und 70g Zucker schaumig rühren mit je 3 EL Grieß und Tresterbrand sowie 200g Magerquark und 1 Päckchen Vanillezucker vermengen. 3 Eiweiß mit einer Prise Salz steifen schlagen und unterheben. In eine eingefettete Auflaufform füllen und bei 180° ca. 25 Minuten backen. Mit zwei Gabeln zerreißen und mit Kompott servieren.
BETEGRÜN-FRITTATA
für 2 Eierspeisen-Fans: Stängel und Blätter von 4 Bete-Knollen (die Knollen für ein anderes Rezept verwenden) auf ein Backblech legen und mit der Grillfunktion des Backofens ca. 10 Minuten rösten. Kurz abkühlen lassen und fein hacken. Den Ofen jetzt auf 160° stellen. Das Gemüse mit 4 Eiern, 1 TL Salz, 1 EL Meerrettich und 1/2 TL frisch gemörsertem grünen Pfeffer gründlich mischen. In eine gefettete ofenfeste Form geben und ca. 30 Minuten stocken lassen. Dazu schmecken frische Sprossen und Flusskrebse z.B. als Salat – dazu 150g küchenfertiges Flusskrebsfleisch (gekocht) mit dem Saft 1 Zitrone, einer feingehackten Jalapeno (ohne Kerne) und 2 Zweigen gehacktem Dill mischen. Mit Salz abschmecken.
TARTE-TATIN „ROUGE“
Für eine kleine Tarte-Tatin-Form oder eine ofentaugliche Pfanne ø 20 cm: 4 kleine (ø ca. 4 cm) Rote Bete In in Spalten schneiden. Den Backofen auf 170° vorheizen. In der Tarteform auf der Herdplatte 2 EL Zucker langsam schmelzen und dann ca. 40g leicht warme Butter dazugeben – von der Hitze nehmen und gut verrühren. Die Bete-Spalten von aussen nach innen in die Form legen und mit etwas Fleur de Sel bestreuen. Ein Blätterteig-Quadrat von ca. 25×25 cm leicht faltig auf die Spalten drücken und im heißen Ofen ca. 30 Minuten backen. Nach dem Backen ca. 10 Minuten abkühlen lassen und auf einen Teller stürzen. Lauwarm mit Ziegenrahm (sahniger Frischkäse) vernaschen.